Alle Spiele des KSC in der Zweitligasaison 2016/2017


Dass die Saison 2016/17 nach dem Weggang von Cheftrainer Markus Kauczinski und zahlreichen Spielerabgängen (u.a. Jonas Meffert, Manuel Gulde, Daniel Gordon, Dominic Peitz) nicht ganz einfach werden würde, fürchteten vermutlich nicht nur die Berufspessimisten. Schließ;lich konnte sich Kauczinskis Bilanz sehen lassen: Aufstieg in die zweite Bundesliga 2013, dann die Plätze fünf, drei und sieben in den Jahren 2014 bis 2016. Kein einfaches Amt also für den neuen Trainer Tomas Oral, doch dass der KSC am Ende der Saison abgeschlagen Tabellenletzter wird - mit elf (!) Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz - das hätten wohl keiner erwartet. Präsident Wellenreuther hatte als Saisonziele mindestens einen Mittelfeldplatz angepeilt (entsprechend der Etat-Tabelle der Zweitligisten) sowie Siege in allen baden-württembergischen Landesduellen. Auch letzteres misslang gründlich, schließ;lich gingen alle sechs Duelle gegen den VfB, gegen Heidenheim und Sandhausen verloren (0 Punkte, 3:15 Tore).
Der Start in die Saison war mit drei Unentschieden in Bielefeld, gegen Bochum und 1860 München noch ganz ok, doch dann folgte am 4. Spieltag eine ernüchternde 0:4-Niederlage bei Union Berlin. Der erste Sieg gelang erst am 7. Spieltag zu Hause gegen Aue (2:0). Nach dem zweiten Sieg am 10. Spieltag (2:0 in Würzburg) und Platz 12 in der Tabelle deutete noch wenig auf das extrem bittere Ende hin. Doch dann folgten fünf Spiele, aus denen der KSC trotz teils recht passabler Leistungen nur einen Punkt holte, und der Absturz auf Platz 16, was nach dem 1:2 gegen Fürth das Aus für Tomas Oral bedeutete. Eine Woche zuvor hatte sich der KSC bereits von Sportdirektor Jens Todt getrennt, nachdem dieser den KSC wissen ließ;, seinen zum Saisonende laufenden Vertrag nicht verlängern zu wollen, und holte Oliver Kreuzer als Nachfolger. Indes erkämpfte die Mannschaft unter Interimstrainer Lukas Kwasniok zwei Punkte aus zwei Spielen (0:0 beim Tabellensiebten Dresden und 0:0 gegen Tabellenführer Braunschweig), ehe der KSC in der Winterpause überraschend Mirko Slomka als neuen Cheftrainer im Wildpark vorstellte und dazu noch u.a. Jonas Meffert und Fabian Reese als Verstärkungen auf dem Rasen.
Der Start in die Rückrunde durfte man mit dem 3:2 gegen Bielefeld (mit einem Tor des Monats von Dennis Kempe) und dem 1:1 in Bochum sogar noch als gelungen bezeichnen, und auch beim Auswärtsspiel in München hatte der KSC einen Punkt vermeintlich schon sicher, ehe er in der fünften Minute der Nachspielzeit doch noch den Gegentreffer zur 1:2 kassierte (Torschütze übrigens Kai Bülow, der zur neuen Saison dann zum KSC wechselte). Mit den folgenden beiden Spielen machte der KSC drei Niederlagen in Folge perfekt (1:2 gegen Union Berlin sowie eine satte 0:5-Packung beim mit dem KSC punktgleichen FC St. Pauli), ehe am 23. Spieltag gegen den Tabellenzweiten Hannover ein ebenso überraschender wie überzeugender 2:0-Sieg gelang. Doch das wars. Von den folgenden elf Begegnungen konnte der KSC nur eine einzige gewinnen (bedeutungsloser 1:0-Sieg am 32. Spieltag in Fürth, als der Abstieg bereits feststand). Der glücklose Mirko Slomka musste nach dem ernüchternden 1:1 am 27. Spieltag gegen das schlechteste Rückrundenteam und späteren Mitabsteiger Würzburg seine Koffer packen. Co-Trainer Marc-Patrick Meister übernahm doch auch unter seiner Regie gelang so gut wie nichts (der oben erwähnte Sieg in Fürth, ansonsten sechs Niederlagen). So musste der KSC zum dritten Mal in seiner Geschichte den Gang in die dritte Liga antreten.
Kader (Auswahl) in Klammern die Anzahl der Liga-Einsätze:
Tor: Dirk Orlishausen (19), Rene Vollath (15)
Abwehr: Matthias Bader (17), Jordi Figueras (17), Dennis Kempe (15), David Kinsombi (26), Ylli Sallahi (8), Bjarne Thoelke (21)
Mittelfeld: Boubacar Barry (7), Franck Kom (21), Gaetan Krebs (10), Manuel Torres (10), Charias Mavrias (22), Marvin Mehlem (9), Grischa Prömel (23), Moritz Stoppelkamp (23), Enrico Valentini (23), Hiroki Yamada (24)
Sturm: Dimitrios Diamantakos (26), Erwin Hoffer (23), Florian Kamberi (15)
Winter-Neuzugänge: Benedikt Gimber (9), Jonas Meffert (9), Stefan Mugosa (12), Fabian Reese (10)
Cheftrainer: Tomas Oral (Spieltage 1-15), Lukas Kwasniok (Spieltage 16-17), Mirko Slomka (Spieltage 18-27), Marc-Patrick Meister (Spieltage 28-34)
Saisonbilanz: Platz 18, 25 Punkte, 27:56 Tore (kein Verein schoss weniger Tore, kein Verein kassierte mehr Gegentore), Heimbilanz 3-5-9 (Platz 18), Auswärtsbilanz 2-5-10 (Platz 17)